Aus wichtigen ISTDP STATEMENTS lernen

Für weither gereiste Patienten oder Ausbildungskandidaten

bietet die Blockbehandlung über einen oder mehrere Tage hin täglich mehrere Sitzungen an. Nach einem Intervall können weitere Blockbehandlungen stattfinden.

-- Paul Troendle

Die unbewusste therapeutische Allianz (UTA)

entsteht, indem der Patient durch Einsicht in die zerstörerische Auswirkung seiner Abwehrmechanismen mit dem Therapeuten zusammen eine Veränderung anstreben will.

-- Paul Troendle

Es gibt keine Delegation der Eigenverantwortung.

Neurotische Übertragungen werden vorweg herausgefordert, omnipotente Erwartungen aufgelöst, auf die Passivität Druck ausgeübt und der Wille, d. h. was der Patient jetzt unternehmen will, immer wieder geklärt.

-- Paul Troendle

Der Erfolg oder Misserfolg einer ISTDP-Therapie

hängt entscheidend davon ab, ob die Abwehrmechanismen von Anfang an als ein echtes Hindernis in der Beziehung behandelt statt nur analysiert werden.

-- Paul Troendle

Mit dem Durcharbeiten

folgen Patient und Therapeut dem Unbewussten des Patienten und dringen zusammen in einem zirkulären und repetitiven Prozess Schicht um Schicht tiefer ins Unbewusste ein. Sie durchleuchten hin und zurück detailliert alle Stationen des Personen- und des Konflikt-Dreiecks, die einzelnen Abwehrmechanismen, die Symptombildungen, die Charakterabwehren und die erfolgreich bewältigten Probleme.

-- Paul Troendle

Die Zeitlimitierung ist

eine Konsequenz aus der Theorie und Technik und im Interesse des Patienten, für sich allein genommen aber kein ausreichendes therapeutisches Kriterium.


Bindung, Bond, Attachment

bezeichnet die liebevolle Kern-Bindung, die frühesten gefühlsmässigen Bande der Nähe, die der Säugling und das Kleinkind durch ihre interaktiven und kommunikativen Fähigkeiten und aus einer angeborenen und überlebenswichtigen Neigung und Sehnsucht nach positiven Beziehungen zu ihren frühesten, bedeutsamen und vertrauten Bezugspersonen knüpfen.


Der Therapeut ist

ein entschiedener und aktiver Verbündeter (und nicht ein geduldig zuhörender Kommentator) der gesunden Anteile des Patienten und dessen therapeutischer Allianz und ein ebenso entschiedener und furchtloser Gegner der Widerstände und der selbstsabotierenden und selbstbestrafenden Über-Ich-Pathologie des Patienten.


Nonverbale Zeichen der Angst sind

Der Patient atmet beschwerlich, heftig oder gar nicht, macht einen oder wiederholte Seufzer, holt tief Luft, hält die Stuhllehne fest, bewegt oder reibt sich unruhig, kaspert, macht den ›Gignol‹, zeigt den Anflug eines verlegenen Lächelns, stockt oder verlangsamt seine Mitteilung, redet kontraphobisch oder verhaspelt sich, hat Anzeichen von Schwindel oder verschwommener Sicht, erbleicht.

-- Paul Troendle

Der Therapeut begegnet

dem Leiden des Patienten mit Respekt und Empathie, fühlt sich aber dafür nicht schuldig und verantwortlich.

-- Paul Troendle